Liebe Heimatfreunde,
nun ist das Dutzend dieser Schriften voll, und es gibt wieder einiges zu berichten.
Auch wenn der Winter lang war, hat sich im Hintergrund eine Menge bewegt.
Das Jahresheft ist allen zugegangen und hat durchgehend positive Rückmeldungen erzeugt. Wie immer, liegt der Teufel im Detail, auf den letzten Metern ergaben sich unerwartete, aber nicht allzu schwerwiegende Probleme, die aber dann doch gelöst werden konnten.
Mein besonderer Dank geht an Thomas Marin, der über weitreichende Erfahrung bei der Publikation von Schriften verfügt und so den letzten Dreh beim Layout und Druck in nächtlicher Arbeit beisteuern konnte. Auch Silke Shimazu hat in gewohnter Form eigene Beiträge abgeliefert und uns mit Rat und Tat unter die Arme gegriffen.
Hans-Georg Hoferichter wächst immer aktiver in seine Rolle als Schatzmeister und administrativer Leiter hinein, was ebenfalls im Heft dokumentiert ist.
Der durch den Rücktritt von Gitta Schloißin notwendig gewordene Kontowechsel hat ebenfalls gut funktioniert. Leider hat die DKB aber inzwischen mitgeteilt, dass für unsere Zwecke keine Möglichkeit einer Kontoführung existiert1. Dies stellt uns allerdings vor einige Schwierigkeiten, denn ein erneuter Kontowechsel, wie und wohin auch immer, stellt doch für die betagteren Heimatfreunde eine erhebliche Hürde dar. Noch scheint keine Lösung in Sicht, aber wir bleiben guter Hoffnung.
Für die Restaurierung des Priestergrabs sind bisher erfreuliche Beträge eingezahlt worden. Thomas Marin war weiter tätig und sieht optimistisch in die Zukunft. Es scheint sich auch auf polnischer Seite etwas zu bewegen; abzuwarten bleibt, wie weit sich das finanziell auswirkt. Unsere Spendengelder stellen bei den zu erwartenden Kosten einen leider nur bescheidenen Beitrag dar.
Beim Treffen zum Volkstrauertag in Hainfeld überraschte uns Konrad Denoke mit einem sensationellen Beitrag aus dem Nachlass seiner Mutter: ein handgefertigter Ortsplan von Schmottseiffen mit allen Häusern und einem Verzeichnis der früheren Einwohner. Das Dokument hat die beeindruckenden Maße von 2,12m x 1,21m. Wir mussten im Gemeindesaal zwei Tische zusammenrücken und benutzten dann Gläser zum Beschweren. Leider ist es uns bisher nicht gelungen, den Schöpfer dieses Werks und das Datum der Herstellung herauszufinden. Ursprünglich stammt es von Hans Herden, dem Bruder von Konrads Mutter, aber den können wir leider nicht mehr fragen.
Nun ergab sich die Frage, wie mit diesem Dokument umgehen? Es ist in einem noch guten Zustand, wahrscheinlich ist es bereits eine Kopie. Optisch bereitet es schon einige Schwierigkeiten, das Papier ist offensichtlich vergilbt und der Inhalt erscheint nicht gerade kontrastreich.
In Hainfeld hat sich nun aber ein Kontakt zu Markus Kohl ergeben, der in der Pfalz und darüber hinaus auf verschiedenen Feldern tätig ist. Er hat es vermocht, diesen Ortsplan einzuscannen und damit (als PDF) zu digitalisieren. Dies eröffnet nun ungeahnte Möglichkeiten.
Konrad machte den Vorschlag, das Originalpapier nach Plawna zu bringen und dem im Aufbau befindlichen ‚Museum‘ im ehemaligen Bahnhofsgebäude zur Verfügung zu stellen, was gewiss im Sinne seiner Mutter wäre.
Ich hänge einen Ausschnitt des Plans an, der in der Ansicht auf dem Bildschirm bläulich unterlegt zu sein scheint. Im Original hat er allerdings einen braunem Untergrund. Da ist die Kopie einmal besser als das Original, da die Darstellung kontrastreicher erscheint. Vielleicht weiß jemand, woran das liegt, oder ob man das auf das gesamte Objekt anwenden kann; ich fühle mich da im Moment leicht überfordert.
Die Einladung zum Regionaltreffen in Nauen steht nun auch auf unserer Homepage, die Vorbereitungen nehmen ja nicht mehr allzu viele Ressourcen in Anspruch, so dass nur noch zu hoffen bleibt, möglichst viele Heimatfreunde begrüßen zu können.
Inzwischen hat sich ein weiteres Paar aus Plawna gemeldet, das ein Haus in Schmottseiffen erworben hat und nun dabei ist, es zu renovieren. Der Kontakt läuft über Silke, die bisher allerdings noch keinen vorherigen Besitzer ausmachen konnte. Dabei ist die Frage, ob sie die alte oder neue Nummerierung im Dorf verwendet haben.
Es gibt also immer wieder interessante Neuigkeiten und Entwicklungen.
Vielleicht schaffen wir es ja in diesem Jahr, Schmottseiffen wieder einen Besuch abzustatten.

Zum Abschluss noch ein Foto aus dem Gemeindesaal in Hainfeld November 2025:
sitzend von links nach rechts: Hannelore und Manfred Lange
stehend: Edda Lange, Monika Husenbeth, Hans-Georg Hoferichter, Konrad Denoke, Meggie und Wolfgang Schwarz (Alt-Bürgermeister)
Zum Abschluss bleibt mir nur noch uns allen ein friedliches Jahr zu wünschen. Ich verbleibe wie immer mit dem traditionellen schlesischen Gruß
Labt g’sund!
Euer Bernhard
1 Es scheint sich da um die Befürchtung zu handeln, wir würden Gelder ‚Dritter‘ verwalten. Hans-Georgs Versuch, dies richtig zu stellen, stieß auf kein Verständnis.
