Newsletter # 9

Schmottseiffen 2.0: Newsletter # 9 Berlin, August 2025


Liebe Heimatfreunde!
Ein schon länger geplanter Besuch im Dokumentationszentrum für Flucht, Vertreibung und Versöhnung fand nun am Freitag, d. 15. August, 2025, am Anhalter Bahnhof in Berlin statt.
https://www.flucht-vertreibung-versoehnung.de/
Die Kontaktaufnahme ergab sich aus unserem letzten Besuch in Hainfeld, bei dem das Ehepaar Kohl auf seine Bekanntschaft mit Herrn Dr. Nils Köhler aufmerksam machte.
Herr Dr. Köhler ist Bereichsleiter Dokumentation & Forschung.
Er ist von Hause aus Historiker und zurzeit Projektleiter der aktuellen Sonderausstellung:
Der Treck Fotografien einer Flucht 1945.
Diese Ausstellung ist äußerst sehenswert, hervorragend mit erklärenden Texten versehen. Die Aufnahmen selbst sind von professionellen Fotografen aufgenommen, was eine große Seltenheit im historischen Zusammenhang darstellt, waren die Vertriebenen doch in erster Linie mit der Rettung des verbliebenen Hab und Guts und des eigenen Lebens beschäftigt.
Mehr dazu auf dem Link zur Ausstellung:
https://www.flucht-vertreibung-versoehnung.de/de/ein-dorf-auf-der-flucht
Der eigentliche Zweck meines Besuchs bestand aber darin, herauszufinden, an welchen Texten, Dokumenten und Realien aus Schmottseiffen das Dokumentationszentrum Interesse haben könnte.
Auf einer Seite der Homepage des Dokumentationszentrums befindet sich ein Sammlungsaufruf an Vertriebene und ihre Nachkommen, eigene persönliche Geschichten, Dokumente und Bilder beizutragen, um die Geschichte der Vertreibung zu konkretisieren und greifbar zu machen.
Dies erscheint umso wichtiger, als dass die Zahl der Zeitzeugen immer weiter abnimmt.
Zum Glück verfügt das Dokumentationszentrum über materielle und personelle Ressourcen, um
sich der Sichtung und Digitalisierung des Materials annehmen zu können.
Besonderes Interesse besteht von Seiten Herrn Dr. Köhlers an den Jahresheften. Ich habe schon eine Reihe Exemplare, leider oft aber nur einzelne, so ist meine Sammlung nicht vollzählig.
Hier die Jahrgänge, um die ich bitten möchte:
Alle vor 1994, 1997 bis 2011, 2013 bis 2014.
Die Jahreshefte stellen eine gute Dokumentation der Arbeit unserer Heimatfreunde dar, die wir nicht in irgendwelchen Kellern oder auf Dachböden verschimmeln lassen sollten.
Gibt es im Nachlass der Erlebnisgeneration vielleicht noch Briefe, Berichte über die Flucht, vielleicht sogar Fotos?
Eine gewisse Vorauswahl wäre allerdings angebracht, deshalb möchte ich darum bitten, mich vorher in Kenntnis über die Art von Materialien zu setzen, um dem Zentrum Arbeit zu ersparen.
Einiges an Texten ist ja auch schon in verschiedenen Publikationen erschienen, wie den
Löwenberger Heimatgrüßen oder unseren Jahresheften.
Also auf zu den persönlichen Archiven! Bei der Suche stößt man bestimmt auch auf bisher Unbekanntes, das Einblick und Erkenntnis zu der eigenen Geschichte bieten könnte.
Auf diesem Wege würde Schmottseiffen Eingang in ein dann digitalisiertes Kulturerbe finden und für die Nachwelt erhalten bleiben.
An dieser Stelle möchte ich mich schon einmal an die bisher eingegangenen Spenden für die Restauration des Priestergrabes Augustin Toepsch bedanken.
Ansonsten verbleibe ich wie immer mit einem herzlichen


Labt g’sund!

Bernhard

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.